"Musik verbindet junges Europa" PDF Drucken E-Mail

Die Reise nach Aurillac, das war, da sind sich die meisten Teilnehmer einig, eine der schönsten Orchesterfahrten, die das Jugendsinfonieorchester der Städte Bocholt-Isselburg-Rhede bisher jemals unternommen hat!

 

 

Vom 26. September bis zum 1. Oktober 2008 besuchten die jungen Schülerinnen und Schüler der Musikschule das „Orchestre Symphonique de Haute Auvergne“ in der französischen Partnerstadt und erwiderten damit dessen zweimaligen Besuch in Bocholt. Nach einer 16-stündigen Fahrt konnte sich das Orchester sofort von der französischen Gastfreundschaft überzeugen, die sich auch in den folgenden Tagen immer wieder besonders in den üppigen Mahlzeiten mit reichlich Wein und „Fromage“ zeigte.

 

 

Die Gastfamilien hatten sich viel Mühe gegeben, damit die Musikerinnen und Musiker des Jugendsinfonieorchesters sich willkommen und wohl fühlten. Die anfänglichen sprachlichen Schwierigkeiten stellten sich bald als nebensächlich heraus und wurden in vielen Fällen schnell überwunden. Einem guten und gelungenen Verständnis zwischen Gastgebern und Gästen taten sie jedenfalls keinen Abbruch!

 

Das Konzert unter Leitung des Dirigenten Ludger Latos, das vor einem fast ausverkauften Haus stattfand, war ein voller Erfolg. Auf dem Programm standen Stücke, die das Orchester eine Woche zuvor in der Apostelkirche bereits dem Bocholter Publikum zu Gehör gebracht hatte. Den Höhepunkt des Konzertes bildete neben dem sinfonischen Hauptwerk „Die Moldau“ von Friedrich Smetana sicherlich der Schluss, als französische und deutsche Musiker auf der Bühne zu einem großen Orchester verschmolzen und gemeinsam die sinfonische Tondichtung „Finlandia“ von Jean Sibelius aufführten. Erst nach donnerndem Applaus und zwei Zugaben konnten beide Orchester die Bühne verlassen. Im Anschluss fand in der Musikschule in Aurillac ein weiteres Highlight der Fahrt statt: Ein gemeinsamer Salsa-Abend, an den sich beide Gruppen gerne und noch lange erinnern werden. Wiederum wurde vor allem durch Musik und Tanz das Gemeinschaftsgefühl zwischen Franzosen und Deutschen gestärkt, so dass das Motto „Musik verbindet junges Europa“, unter dem die Fahrt stattfand, ein weiteres Mal voll und ganz bestätigt wurde.

 

Bevor das Jugendsinfonieorchester die Heimfahrt antreten musste, standen noch Besuche der Gegend um Aurillac an, bei denen die deutschen Musikerinnen und Musiker von der wunderschönen Landschaft der Auvergne beeindruckt waren. Ein Ausflug ins Gebirge und die teilweise recht engen und bergigen Kurven stellten die Busfahrer zwischendurch vor tückische Probleme und ließen diesen Tag auch für viele Orchestermitglieder unvergesslich werden.

 

Den Abschluss dieser mehr als gelungenen Reise bildete schließlich ein mehrstündiger Aufenthalt in Orléans während der Rückfahrt. Schon jetzt freut sich das Jugendsinfonieorchester auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit den französischen Freunden aus Aurillac!

 
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